Wutauslöser
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Ein Vorurteil ist schwerer zu zertrümmern als ein Atom.

Albert Einstein


Du sollst Skinheads nicht mit Nazis verwechseln!
Zugegeben: Das Wort Skinhead ist negativ besetzt. Ganz besonders in den USA und in Deutschland. Viele sprechen in einem Atemzug automatisch von rechter Gewalt und Rassismus, wenn es um Skinheads geht. In dieser Hinsicht ist aber Vorsicht geboten!

Die ersten Skinheads gab es Ende der 60er Jahre in Großbritannien. Die Bewegung hat ihren Ursprung in der Arbeiterklasse und war extrem geprägt vom working-class-Bewußtsein. Schlägereien und alkoholische Exzesse gehörten bei den Glatzen der ersten Generation zum Alltag. Rassistisches Gedankengut und Politik spielte überhaupt keine Rolle. Im Gegenteil: Die Jugendlichen verstanden sich prächtig mit karibischen Einwandererkids aus Jamaika: Partys wurden gefeiert, man tanzte zu Ska- und Reggae-Musik, die von den Schwarzen (!) gespielt wurde.

Skinheads entwickelten sich zu einer rebellischen Jugendbewegung, die in den Medien Ende der 70er Jahre als gewalttätige Subkultur dargestellt wurde. Kurz geschorene Haare, Bomberjacken und schwere Schnürstiefel gaben in der Öffentlichkeit dann ein ideales Feindbild ab. Das martialische Äußere entdeckten schließlich faschistische Gruppen für sich. Einerseits ließen sich tatsächlich einige Skinheads von rechten Organisationen und Parteien instrumentalisieren. Andere übernahmen nur das Outfit und traten den Jugendkult damit im wahrsten Sinne des Wortes mit Stiefeln.

Das Image Bier, Glatze, Stiefel und Bomberjacke haben Faschisten leider als eine Art Sittenkodex übernommen. Die Tatsache, dass Skinheads mit Rechtsradikalismus ursprünglich nichts gemeinsam hatten, blieb völlig außen vor. Die Gleichung Alle Skinheads sind Faschisten ist lediglich ein Produkt der Medien. Es ist schwer zu vermitteln, dass junge Faschisten, die mit kahlgeschorenen Köpfen und NPD-Flaggen durch die Straßen ziehen, mit traditionellen Skinheads nichts zu tun haben. Sie sehen zwar aus wie Skinheads, aber kaum einer dieser Typen wird über den Jugendkult aus Großbritannien wirklich bescheid wissen. Peinlich!!!

Eine Gruppe von Skinheads wollte gegen den rechten Ruf in der Szene kämpfen. Sie demonstrierte gegen Rassismus und organisierte antifaschistische Konzerte. SHARP ging als internationale, antifaschistische Gruppe in die Geschichte ein (Skinheads Against Racial Prejudices). Von ihnen hört man allerdings heute kaum noch etwas. Merke: Nicht jeder, der keinen SHARP-Aufnäher an seiner Bomberjacke trägt, ist ein Rechter! Das gleiche gilt übrigens auch für Skins, die die gefürchteten weißen Schnürsenkel tragen.

Übernommen von du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-verwechseln.de


Was Gothik ist und was nicht!
Gothic als Lebenseinstellung hat eigentlich in den meisten Kulturen schon immer existiert, es wurde jedoch niemals als separate Bewegung identifiziert oder benannt. Es war auch niemals ein nur auf die westliche Welt beschränktes Phänomen, aber die Bezeichnung und Fakten zur Identifizierung kamen aus Westeuropa.

Die Gothic-Kultur wie wir sie kennen, begann in den frühen 80ern zu blühen, zu einer Zeit, als Konservatismus, Konformismus, hell und glücklich sein und das Vermeiden von allem Störenden als das einzig annehmbare Verhalten angesehen wurde, als die Kluft zwischen Armen und Reichen besorgniserregend größer wurde.

Ende der 70er entwickelten einige englische Punk-Bands (Siouxsie and the Banshees, The Cure, Joy Division, Bauhaus...) einen neuen Stil, dem Punk sehr ähnlich, jedoch sehr viel dunkler gefärbt und mit introspektiven Texten. Diese Musik stellte einen krassen Gegensatz zu der bunten Disko-Musik der 70er dar. Sie nannten den neuen Stil Gothic. Anthony H. Wilson, der Manager von Joy Division, bezeichnete den Stil als gotisch verglichen mit dem Pop Mainstream. Die Bands trugen schwarz, viel Silber und färbten sich die Haare schwarz. Die Anhänger dieser neuen Richtung taten es ihnen nach und bezeichneten sich ebenfalls als Gothic.

Die Medien griffen die Bezeichnung auf und da sie hauptsächlich nach dem Äußeren einer Band urteilten, betitelten sie einige Bands (z.B. The Sisters Of Mercy) so. Andere Bands (z.B. The Fields Of
The Nephilim) nannten sich selbst so, obwohl ihre Musik anders klang als das, was ehemals als Gothic bezeichnet wurde.

Was in den frühen 80ern als reaktionäre Bewegung mit wenig mehr als einem Musik- und Kleidungsstil begann, entwickelte sich zu einer eigenständigen Kultur mit eigener Philosophie, die in den letzten Jahren enormen Zuwachs gefunden hat, unterstützt durch die zunehmende Popularität einiger Bands, durch Filme und Fernsehserien.

Gothic ist eine Subkultur, ein Stil und eine Lebenseinstellung, eine Art und Weise des Denkens, die man unmöglich pauschal beschreiben kann. Wer meint, man könne Goths in eine Schublade stecken, irrt gewaltig. Das Spektrum an Interessen, Stilen und Aktivitäten ist nicht zu erfassen. Man kann hundert Goths fragen, was Gothic für sie bedeutet, und man wird wahrscheinlich ebenso viele verschiedene Definitionen erhalten.

Der rote Faden der Gothic-Kultur ist die friedliche und unpolitische Ablehnung vieler Merkmale unserer Gesellschaft, die Auseinandersetzung mit Tabus und die Anerkennung der Gegensätze des Lebens, das Bewußtsein um die Zusammengehörigkeit von Hellem und Dunklem, von Gutem und Bösem, und der Tatsache, daß das eine nicht ohne das andere existieren kann und daß die traditionellen Werturteile, die den Gegensätzen zugewiesen werden, nicht notwendigerweise zutreffend sind.

Der Dunkelheit und damit der Farbe schwarz werden seit jeher das Böse und das Negative zugeordnet. In der Dunkelheit der Nacht geschehen geheimnisvolle, unheimliche Dinge, nachts läuft die Phantasie auf Hochtouren. Wenn es Nacht wird, erwachen die Toten und Kreaturen wie Vampire, Geister und Dämonen. Für die meisten Menschen haben diese Vorstellungen einen enormen Reiz, aber es ist eine Art Reiz des Verbotenen, da diese Dinge in die Kategorie Aberglaube (Aber = Gegensatz) eingeordnet werden und für die meisten hieße das, sich mit etwas Bösem zu beschäftigen. Das, was wissenschaftlich nicht belegbar ist, wird in unserer Zeit der Technik, der Logik und des Verstandes
abgelehnt. Goths brechen auch mit diesem Umstand, da sie sich in der Regel sehr für diese Dinge interessieren und es im Allgemeinen auch nicht verheimlichen. Sie stellen mit ihrer schwarzen Kleidung die Dunkelheit dar, und da viele Menschen nicht die schönen Seiten der Dunkelheit (Romantik, Melancholie, Sehnsucht, Träume, Stille, Geborgenheit, Schutz...) sehen können oder wollen, werden nur die negativen Aspekte auf die Goths projiziert.

In einer Gesellschaft, die Sterben und Vergänglichkeit verleugnet, deren Angst vor dem Tod und Ringen nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit schon fanatisch ist, pflegen Goths die symbolische Artikulation von Trauer und Tod und setzen sich mit der eigenen Einsamkeit und Todesnähe kritisch auseinander. Der Anschein, daß Goths eine gesteigerte Todessehnsucht besitzen, begründet sich mit der Tatsache, daß sie den Tod und das Vergehen als selbstverständlichen Teil des Lebens und des natürlichen Kreislaufs erkennen und akzeptieren. Dennoch ist das, was nach dem Tod kommt, nach wie vor ein Mysterium, welches sich großer Beliebtheit, nicht nur bei Goths, erfreut. Demzufolge sind Tod und Sterben häufige Themen in Gesprächen, Gedichten und der Musik.

Sicherlich neigen viele Goths zu einer düsteren Grundstimmung, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, daß ein Großteil eine schwierige oder gar zerstörte Beziehung zur Familie hat, daß häufig innerhalb der Familie Schweigen statt Kommunikation, Inakzeptanz oder gar Gleichgültigkeit den Umgang miteinander prägten. Daraus folgt eine Ablehnung der Lebensform der Eltern, ein Bruch mit der Identifikation und eine Neuorientierung. Da für viele Trauer, Introvertiertheit und Einsamkeit, manchmal auch Hoffnungslosigkeit eine große Rolle in der Gefühlswelt spielen, fühlen sie sich zu einer Szene, die genau dies verkörpert, hingezogen. Hier müssen sie nicht eine Maske der Zufriedenheit und Glückseligkeit tragen, sondern können ihre wahren Gefühle zeigen und ausleben.

Viele Goths haben einen starken Hang zu Geschichte, Literatur (besonders anspruchsvolle Literatur und Klassiker) und Musik, wobei letzteres eine zentrale Rolle in der Gothic-Kultur spielt. Musik ist jedoch nicht die einzige Kunstform des Gothic, künstlerische Bemühungen aller Art werden begrüßt und angeregt. Viele sind in irgendeiner Form kreativ, machen Musik, schreiben, nähen, zeichnen, fotografieren... um nur wenige von hunderten Ausdrucksmöglichkeiten zu nennen.

Viele Goths neigen dazu, vermutlich aufgrund ihrer eigenen Vorgeschichte, mit Schwächeren mitzufühlen, sich in sie hineinzuversetzen und sich für sie einzusetzen. In vielen Dingen unterscheiden Goths sich nicht von der normalen Bevölkerung: sie arbeiten, gehen zur Schule oder studieren, zahlen Steuern, gründen Familien, setzen sich für die Gemeinschaft ein, leben das Leben für welches sie sich entschieden haben und sind genauso produktiv wie andere, wenn nicht sogar mehr.

Goth zu sein, ist im Endeffekt eine Art Stammzugehörigkeit, ein Weg für Leute mit den gleichen Interessen und Einstellungen, andere ihrer Art und einen Platz zu finden. Wie die meisten Stämme, so versuchen Goths häufig die herauszuhalten, die nicht vom Stamm sind, die nicht hineinpassen oder die nur daran interessiert sind, sie zu begutachten, weil sie anders aussehen und Interessen außerhalb des Mainstream haben.

Zur Zeit ist Gothic sehr in, gefördert durch den Erfolg einiger Bands, Filme und Serien und das Interesse der Medien. Einige der Junggoths werden jedoch ihre Interessen ändern und wieder aussteigen, andere bleiben, wieder andere steigen aus, fühlen sich in der normalen Welt deplaziert und finden auf irgendeinem Weg wieder zurück.

Die meisten Goths heben sich optisch stark von der normalen Bevölkerung ab, mögen Dinge und befassen sich mit Themen, die andere fraglich, beunruhigend oder pervers finden oder die tabu sind. Infolgedessen bestehen eine Menge Annahmen und Vorurteile, von denen die meisten nicht wahr sind. Diese Annahmen mögen mit der Farbe Schwarz zusammenhängen (der seit jeher die Eigenschaft des Bösen und Geheimnisvollen anhaftet) und mit der Tatsache, daß die meisten Menschen Dingen, die sie nicht verstehen oder die von der Norm abweichen, mißtrauisch und feindselig gegenüberstehen

Hier einige der häufigsten Vorurteile:

- Goths sind Satanisten und feiern schwarze Messen
- Goths quälen Tiere und bringen sie als Opfer dar
- Goths entweihen Kirchen, treiben sich nachts auf Friedhöfen herum und schänden Gräber
- Goths denken, daß sie Vampire sind und schlafen in Särgen
- Goths sind gefährlich und kriminell
- Goths sind rechtsradikal
- Goths bedrohen und terrorisieren andere und stehlen
- Goths sind besessen von dem Gedanken an den Tod und sehnen sich nach ihm
- Goths nehmen Drogen
- Goths sind Anhänger der SM-Szene und homosexuellGoths arbeiten nicht und zahlen keine Steuern

Selbstverständlich gibt es Goths, auf die der eine oder andere Punkt zutrifft (wie auch auf Menschen der normalen Bevölkerung) und sicherlich sind einigen diese Vorurteile sehr recht, weil sie für Abstand zur Gesellschaft sorgen, provokant und schockierend sind, aber diese Vorurteile kann man nicht verallgemeinern und sie haben nichts mit dem Grundgedanken der Gothic-Kultur zu tun.

Zum Thema Religion: Der Grundgedanke der Gothic-Kultur hat nichts mit Religion zu tun, auch wenn der Eindruck entstehen mag. Goths mögen religiöse Symbole wie Pentagramme, Kreuze oder Ankhs tragen (Symbole von sehr großer Kraft schon seit Tausenden von Jahren), viele Songs mögen religiösen Inhalt haben, aber Gothic ist keine Religionsgemeinschaft.

Manche Goths sind Atheisten, manche sind Christen, manche fühlen sich zum Heidentum hingezogen, andere gehören wieder anderen religiösen Gruppen an und einige sind sicherlich auch Satanisten.
Allerdings ist bei vielen eine mehr oder weniger starke Abneigung gegen die Institution Kirche vorhanden, was jedoch weniger mit Gott an sich zusammenhängt und diese Einstellung beschränkt sich ganz und gar nicht nur auf die Gothic-Szene.

Zum Thema Politik: Ebensowenig, wie Gothic eine Religionsgemeinschaft ist, ist es eine politische Gruppierung mit einer bestimmten Einstellung. Viele Goths fühlen sich keiner politischen Gruppe zugehörig, andere haben politisches Interesse und verteilen sich auf die verschiedenen Lager. Es gibt natürlich Goths, die mehr oder weniger stark nach rechts tendieren (genau wie in der normalen Gesellschaft auch), aber das läßt sich auf keinen Fall verallgemeinern. Der Grundgedanke des Gothic ist absolut unpolitisch.

Übernommen von beepworld.de/members30/rosederdunkelheit.htm










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